Die weltweite Roheisenproduktion sinkt im November 2025 – der Angebotsdruck in der Stahlindustrie steigt
29.12.2025 17:40:42 Zugriffe:0
Nach den neuesten Statistiken vonGMK-Zentrum, Die weltweite Roheisenproduktion sank im November 2025 auf rund 107,6 Millionen Tonnen, was den niedrigsten Stand für denselben Monat in den letzten drei Jahren markiert. Dieser Trend spiegelt den anhaltenden Rückgang der vorgelagerten Rohstoffversorgung innerhalb der globalen Stahlwertschöpfungskette wider. (GMK-Zentrum)
Der Rückgang der Produktion signalisiert aModerater Anstieg des angebotsseitigen Drucks, insbesondere in traditionellen Hochleistungsregionen, in denen der Hochofenbetrieb aufgrund saisonaler Wartungsarbeiten, Umweltvorschriften und einer schwächeren nachgelagerten Nachfrage verlangsamt wurde.
Monatliche und jährliche Rückgänge
November 2025: Weltweite Roheisenproduktion erreicht107,6 Millionen Tonnen, ungefähr nach unten3 % im JahresvergleichUnd3,6 % ggü. Vormonat.
Hochofenleistung: Etwa96,3 Millionen Tonnen, ARückgang um 4,5 % gegenüber dem Vorjahr.
Direktreduzierter Eisenausstoß (DRI).: Etwa11,3 Millionen Tonnen, hoch4,3 % im Jahresvergleich, aber leicht rückläufig im Vergleich zu Oktober 2025.
Die Hochofenproduktion bleibt der Hauptgrund für den Gesamtrückgang und verdeutlicht die Auswirkungen von Wartungsplänen und Umweltbeschränkungen auf Stahlwerke mit hoher Kapazität.

Produktionsanalyse auf Länderebene
Die wichtigsten Produktionsländer zeigten eine gemischte Leistung:
Chinableibt der größte Produzent mit einer November-Produktion von77,405 Millionen Tonnen, runter2,3 % im Jahresvergleich.
Indienerhöhte Produktion um6,7 % im JahresvergleichZu14,08 Millionen Tonnen, was eine robuste Inlandsnachfrage zeigt.
JapanUndRusslanderlebte Rückgänge, produzierend5,36 Millionen Tonnen (-4%)Und5,315 Millionen Tonnen (-1,6 %), jeweils.
SüdkoreaDie Produktion blieb stabil, mit einem leichten Anstieg von0,1 % im Jahresvergleich.
Chinas Produktionstrends haben großen Einfluss auf die weltweiten Gesamtzahlen. Die jüngsten Schwankungen bei der Hochofenauslastung in China, die durch Umweltvorschriften und Wartungsarbeiten am Jahresende verursacht wurden, wirkten sich direkt auf die weltweite Roheisenversorgung aus.

Vierteljährlicher Trend: Vom Sommerhoch zum Jahresendrückgang
Blick auf die jüngsten monatlichen Trends:
August 2025: ~117,3 Millionen Tonnen, leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.
Oktober 2025: ~111,6 Millionen Tonnen, deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.
November 2025: ~107,6 Millionen Tonnen, was den Abwärtstrend fortsetzt.
Dieses Muster spiegelt saisonale Produktionsanpassungen, Wartungszyklen und eine schwächere nachgelagerte Nachfrage wider.
Auswirkungen auf den Markt und die Lieferkette
Roheisen, als wichtiger vorgelagerter Rohstoff in der Stahlproduktion, beeinflusst das nachgelagerte Stahlangebot und die Preisgestaltung. Zu den wichtigsten Auswirkungen gehören:
Steigender Versorgungsdruck: Ein anhaltender Produktionsrückgang könnte die Marktverfügbarkeit einschränken und möglicherweise die Rohstoffkosten für Stahlproduzenten erhöhen.
Strukturwandel in den Produktionsmethoden: Das Wachstum der DRI-Produktion deutet auf eine allmähliche Verlagerung hin zu kohlenstoffärmeren Stahlherstellungsprozessen hin, die den traditionellen Hochofenbetrieb ergänzen.
Nachgelagerter Stahlnachfragedruck: Langsamere Stahlbestellungen aus dem Bau- und Fertigungssektor verringern die Roheisenproduktion und verstärken den Angebotsrückgang in den Wintermonaten.
Ausblick: Trends und Wendepunkte beobachten
Während die Produktion im November einen Tiefpunkt erreichte, könnten zukünftige Trends beeinflusst werden durch:
Wartungszyklen zum Jahresende und zum Mondneujahr: Die Wiederinbetriebnahme des Ofens Anfang 2026 könnte die Produktion vorübergehend steigern.
Rohstoffpreise: Schwankungen der Eisenerz- und Kokskohlepreise werden sich auf den Hochofenbetrieb auswirken.
Handelspolitik und Exportumfeld: Zölle, Quoten und Regulierungsmaßnahmen können das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage verändern. (GMK-Zentrum)
Abschluss
Die Daten zur weltweiten Roheisenproduktion vom November 2025 unterstreichen saisonale und strukturelle Herausforderungen bei der vorgelagerten Stahlversorgung. Da Energiekosten, Umweltvorschriften und Branchentransformationen Produktionsentscheidungen beeinflussen, werden die kommenden Monate für die Beurteilung von Trends und Marktdynamik von entscheidender Bedeutung sein. Stakeholder sollten Produktionsberichte und regionale Richtlinien genau überwachen, um Veränderungen auf den globalen Stahlmärkten vorherzusehen.
Datenquellen:GMK-Zentrum, Weltstahlverband
Diagramme:Monatlicher Produktionstrend und Produktion auf Länderebene (August–November 2025)